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Rollrasen kaufen und auslegen

Grafik Rollrasen verlegen Rollrasen bietet mittlerweile eine erschwingliche Alternative zu ausgesätem Rasen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Jedes Frühjahr aufs Neue lockt der heimische Garten seine Hobbygärtner aus dem Haus und ruft zu neuen Projekten. Für viele steht dabei in erster Linie der Rasen im Mittelpunkt, da er den größten optischen Effekt erzielt. Wurde früher fast ausschließlich auf die Aussaat von Rasen gesetzt, haben sich Fertigrasen in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt geschoben. Rollrasen gilt heutzutage als schnelle und ansprechende Alternative zu den herkömmlichen Methoden. Wer beim Auslegen gründlich vorgeht und über das nötige Wissen verfügt, der wird mit dem Resultat überaus zufrieden sein.

Wo kommt Rollrasen zum Einsatz?

Aufgrund der vergleichsweise höheren Kosten des Rollrasens wird er zumeist nur für kleine Gartenflächen genutzt oder kommt dann zum Einsatz, wenn die Gartenfläche möglichst zeitnah durch ein saftiges grün geprägt sein soll. Wo herkömmlicher Rasen mehrere Wochen Geduld fordert, kann Fertigrasen innerhalb weniger Stunden verlegt werden. Anschließend ist er sofort begehbar und bedarf nur geringfügiger Pflege, bis er vollständig angewachsen ist.

Boden vor dem Verlegen vorbereiten

Auflockern des Bodens

Das Auslegen von Rollrasen ist kein Hexenwerk. Allerdings solltest Du einige Aspekte beachten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die Grundlage hierfür schaffst Du bereits durch eine gute und gewissenhafte Vorbereitung. Der erste Punkt, der besonders beachtet werden muss, ist die Haltbarkeit des Rollrasens. Dieser kann nicht länger als 24 Stunden gelagert werden, weshalb die Fläche möglichst vorbereitet ist, bevor der Rasen überhaupt bei Dir im Garten angeliefert wird. Hierfür solltest Du den Boden mit einer Harke rechen, bis die Oberfläche feinkrümelig und möglichst glatt ist.

Unkraut entfernen und düngen

Sämtliche Steine, Wurzeln oder Unkraut, die sich dabei zeigen, müssen entfernt werden. Sofern der Boden in Deinem Garten sehr schwer und lehmhaltig ist, kannst Du ihn auflockern und etwas Sand sowie Kompost einarbeiten. Hast Du den Boden aufgelockert und von Unkraut befreit, lässt Du ihn etwa eine Woche lang ruhen und entfernst neu entstehendes Unkraut. Somit verschaffst Du Deinem neuen Rasen einen möglichst unkrautfreien Untergrund. Nun fehlt ein letzter Schritt, bevor Du mit dem Verlegen des Rollrasens beginnen kannst. Um dem Rasen optimale Wachstumsbedingungen während der ersten Wochen zu verschaffen, muss der Boden zu guter Letzt mit Starter-Dünger aus dem Fachhandel präpariert werden. Achte darauf, dass der Dünger speziell für Rollrasen konzipiert ist und verteile ihn gemäß der Produktanleitung.

Den Rasen korrekt verlegen

Richtiges Vorgehen

Nachdem der Boden vorbereitet ist, tickt die Uhr. Da der Rasen, wie bereits erwähnt, zeitnah verlegt werden sollte, gilt es keine Zeit zu verlieren. Um das Auslegen zu beschleunigen, kannst Du alle Rollen von der Palette nehmen und auf der Bodenfläche verteilen. Um spätere Lücken auszuschließen, achtest Du beim Verlegen sorgfältig darauf, dass die Kanten der Rasenbahnen etwa ein bis zwei Zentimeter übereinander liegen. So bilden sich später keine Lücken, wenn sich der Rasen aufgrund der Sonneneinstrahlung zusammenzieht. Stößt Du beim Verlegen auf Winkel oder Kurven, kannst Du den Rasen mit einem Teppichmesser anpassen.

Nacharbeit für ein sauberes Ergebnis

Sobald der Rasen ausgelegt und angepasst ist, werden die Fugen mit den Händen kräftig angedrückt. Sollten dennoch kleinere Lücken entstehen, kannst Du diese mithilfe von Rasensand auffüllen. Um ein ebenes Resultat zu erzielen, wird der Rollrasen zum Schluss mit einer Handwalze auf den Untergrund angedrückt. Handwalzen kannst Du kostengünstig im nächsten Baumarkt ausleihen. Nachdem der Rasen angedrückt ist, braucht er viel Wasser, um sicherzustellen, dass die Wurzeln schnell schlagen. Hierfür solltest Du die Rasenfläche direkt nach dem Andrücken mit 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter wässern und in den folgenden zwei Wochen sicherstellen, dass der Rasen permanent wurzeltief befeuchtet wird.

Wichtige Hinweise

Bild Rasen Sonne Der Rollrasen sollte bei längerer Lagerung ausgerollt werden und auf keinen Fall in der prallen Sonne aufgerollt liegen.

Um zu verhindern, dass der Rasen austrocknet, sollte er im aufgerollten Zustand nicht in der Sonne gelagert werden. Weiterhin darf er nur bewässert werden, wenn er bereits ausgerollt wurde. Andernfalls besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Grasnarbe zu faulen beginnt. Ein weiteres Risiko für faulende Grasnarben besteht bei zu langer Lagerung. Sollte der Rasen bei Dir eintreffen, bevor Du den Boden vorbereitest hast, musst Du den Rasen ausgerollt zwischenlagern.

Täglich bewässern und schonend pflegen

Nachdem der Rollrasen verlegt ist, solltest Du ihn innerhalb der nächsten beiden Wochen täglich wässern. Achte dabei vor allem auf die Ränder, da diese häufig austrocknen. Während dieser Zeit kannst Du den Rasen zwar ohne Bedenken begehen, jedoch nicht zu sehr beanspruchen, sodass er in aller Ruhe anwachsen kann. Nachdem der Rasen angewachsen ist, wirst Du früher oder später zum Rasenmäher greifen müssen.

Dabei gilt es, die Schnitthöhe nicht zu tief einzustellen, da Du den Rasen andernfalls beschädigen und anfällig für Unkraut und Krankheiten machen könntest. Nach etwa sechs bis acht Wochen sollte der Rasen fest verwachsen sein. Ab diesem Zeitpunkt lässt er sich wie regulärer Rasen pflegen und mähen.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Bild Rollrasen Fußball Da Rollrasen teurer ist, wird er nur im Spitzensport auf sehr großen Flächen ausgelegt.

Rollrasen richtig auswählen und selbst verlegen

Verglichen mit normalem Rasen ist Rollrasen deutlich teurer, wobei die Preise pro Quadratmeter stark variieren können. Ausschlaggebend für die großen Preisunterschiede ist die Qualität. Während hochwertiger und strapazierfähiger Sportrasen bis zu acht Euro pro Quadratmeter kosten kann, ist einfach Zierrasen bereits ab 2,50 Euro je Quadratmeter erhältlich.

Aus diesem Grund solltest Du bereits im Vorfeld gründlich überlegen, wie stark Dein zukünftiger Rasen durch Begehen oder spielende Kinder in Anspruch genommen wird. Ist abzusehen, dass dies nur selten der Fall sein wird, kannst Du ruhig auf einen günstigeren Rasen zurückgreifen. Darüber hinaus müssen weitere Kosten kalkuliert werden. Inklusive möglicher Transportkosten, Dünger sowie intensiver Pflege während der ersten Wochen wird ein Quadratmeter insgesamt zwischen 15 und 25 Euro kosten. Je nachdem, welcher Rollrasen letzten Endes gewählt wird, ist der Preis pro Quadratmeter zwei- bis dreimal so hoch wie für normalen Rasen. Allerdings erzielen gesäte Rasenflächen in der Regel nicht dieselben optischen Ergebnisse, die mithilfe von Rollrasen erzielt werden können.

Rollrasen verlegen lassen

Sicherlich gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, Deinen Rollrasen durch Fachpersonal verlegen zu lassen. Da Handwerkerstunden gut und gerne 40 bis 50 Euro kosten können, ist es ratsam, dies nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn Du es Dir selbst nicht zutraust. Bei der Wahl des richtigen Händlers lohnt es sich in jedem Fall, die Preise ausgiebig zu vergleichen.

Einerseits besteht die Möglichkeit, den Rasen direkt im Baumarkt zu bestellen. Allerdings zahlst Du dort meist etwas mehr, da die namhaften Baumärkte meist nicht die günstigste Alternative sind. Andererseits gibt es mittlerweile einige Unternehmen, die sich auf Rasen respektive auf Rollrasen spezialisiert haben und dadurch sowohl über ein größeres Sortiment sowie günstigere Preise verfügen. Bevor Du Dich für einen Rasen entscheidest, solltest Du Dich beim Händler beraten lassen und ihm vermitteln, wie genau deine Pläne aussehen. Gemeinsam findet sich dann die ideale Qualität für Deine Ansprüche.


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